Gestaltpädagogische
Weiterbildungen gibt es schon seit Ende der 70-er Jahre des 20.
Jh. Sie werden meist berufsbegleitend als Wochend- und Intensivseminare
organisiert, beginnen mit einem Entscheidungsseminar und werden
mit einer reflektorischen Abschlussarbeit beendet.
Die Dauer hängt vom anbietenden Institut ab, ein intensiver
Grundkurs dauert meistens 2 Jahre.
Ausbildungsangebote
der GPV
Gestaltpädagogische
Weiterbildung
Der Ausbildungsausschuss der GPV bietet seit einigen Jahren solche
Weiterbildungen an.
Mit einer Einführung in Arbeitsweisen der Gestaltpädagogik
verbindet sich die Fragestellung: Entspricht dieser Ansatz den Erwartungen
der TeilnehmerInnen, wie ist es mit Belastbarkeit und Gruppenfähigkeit?
Themenschwerpunkte
für die fortlaufende Gruppe:
Team:
Waltraud Fischer, Jörg Bürmann (wissenschaftlicher Leiter),
Christine Jung (als Vertreterin des Vorstands)
Ausbildung
zum gestaltpädagogischen Supervisor (Aufbaukurs)
Supervision hat sich in den letzten Jahrzehnten als das zielgenaueste
Verfahren zur Professionalisierung pädagogischen Handelns erwiesen.
Eine gestaltpädagogisch fundierte Supervision hat sich dabei
als besonders nachhaltig in ihrer Wirkung erwiesen, da sie – ausgehend
von der Entwicklung der Lehrerpersönlichkeit – die Erweiterung
pädagogischer Handlungskompetenz als reflexiven Prozess alltäglicher
Erfahrungsverarbeitung fördert. Sie schafft die notwendigen
Voraussetzungen dafu¨r durch Differenzierung und Vertiefung
der Wahrnehmung nach außen und innen, durch biografische Selbstreflexion
und Abbau fixierter Wahrnehmungs- und Handlungsmuster sowie durch
eine Erweiterung des Umgangs mit und des Einsatzes von nicht sprachlichen
Symbolisierungen in Bildungsprozessen und durch ein besonderes Verständnis
der Arbeit an eigenen und fremden Widerständen.
Hierdurch wird eine sich selbst erneuernde Lernbereitschaft aus
alltäglichen Erfahrungen initiiert, die sich auf alle Lebensbereiche
(Unterricht, kollegiale Beziehungen, Fortbildungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein,
Psychohygenie und Stressreduktion sowie selbst auf Partnerschaft
und befriedigendere Lebensgestaltung) erstreckt und damit auch einen
nachhaltigen (und nachgewiesenen) Beitrag zur Stärkung der
Lehrergesundheit zu leisten vermag.
Leitung: Jörg Bürmann
Erasmus
Intensiv Programm
Im Jahr 2009 formierte sich eine Gruppe von HochschullehrerInnen
aus Deutschland, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und
Österreich, die zum Teil Mitglieder der GPV sind, um die Gestaltpädagogik
auch für Studierende leichter zugänglich zu machen. Im
Jahr 2011 fand erstmals ein zweiwöchiges Erasmus Intensiv Programm
unter der Überschrift „Humanistische Pädagogik, Heterogenität
und Persönlichkeitsbildung“ in der Steiermark statt. Es war
sehr erfolgreich und die Studierenden konnten das Angebot gut nützen
(siehe ZfG Heft 2, 2011).
Das Curriculum ist dem der Comenius Kurse sehr ähnlich, die
TeilnehmerInnen müssen sich jedoch durch Literaturstudium theoretisch
vorbereiten.
Das zweite IP findet zu Ostern 2012 in Südpolen statt und das
dritte wird zu Ostern 2013 in der Mittelslowakei stattfinden.
Team:
Ute Kienzl (AT), Tamara Buckova (CZ), Wiktor Zlobicki (PL), Stanko
Gerjolj (SI), Maria Danova und Ivica Lencova (SK)
Wissenschaftliche Leitung und Supervision: Jörg Bürmann
(DE)
Zusätzliche LeiterInnen/ÜbersetzerInnen: Barbara Sandner
und Ingrid Schweiger (AT), Ilse Bürmann und Christine Jung
(DE)
Text:
Ute Kienzl